Milch Peeling: frische, glatte Haut ohne Ausfallzeit

Milch Peeling

Wer sich für ein chemisches Peeling interessiert, stellt meist zuerst die Frage nach der Erholungszeit. Gerötete, schuppende Haut über mehrere Tage lässt sich schließlich nicht in jeden Kalender einplanen. Genau hier liegt der Vorteil eines Milch Peelings: Die enthaltenen Säuren wirken ausschließlich in der Oberhaut, weshalb die Haut deutlich milder reagiert als bei tieferen Verfahren. Im Folgenden erfahren Sie, welche Wirkstoffe dahinterstehen, bei welchen Hautbildern sich die Behandlung anbietet und warum das Milk Peel als sanft, aber effektiv gilt.

Was ist ein Milch Peeling?

Ein chemisches Peeling löst über spezielle Säuren abgestorbene Hautzellen von der Hautoberfläche und regt die Zellneubildung an. Wirkstoff und Konzentration bestimmen dabei, wie tief die Behandlung reicht. Das Milch Peeling zählt zu den oberflächlichen Verfahren.

Die Bezeichnung Milch Peeling steht dabei nicht für ein Hausmittel aus Milch, sondern für ein medizinisches Präparat zur professionellen Anwendung. Zurück geht der Name auf die milchig-weiße Lösung sowie auf den enthaltenen Anteil an Milchsäure. In der Acuraklinik arbeiten wir mit dem Milk Peel, einem Peeling mit einem pH-Wert von etwa 1,9. Der pH-Wert gibt an, wie sauer eine Lösung ist: Je niedriger die Zahl, desto stärker die Säurewirkung. Gesunde Haut liegt bei etwa 5, kosmetische Pflegeprodukte mit Fruchtsäuren meist zwischen 3 und 4. Ein Wert von 1,9 liegt deutlich darunter und erklärt, warum die Anwendung in professionelle Hände gehört.

Auf der gereinigten Haut löst die Lösung die Verbindungen zwischen den verhornten Zellen der obersten Hautschicht. Dieser Vorgang beschränkt sich auf die Epidermis, während Dermis und Bindegewebe unverändert bleiben.

Häufig wird das Milk Peel mit einem reinen Milchsäurepeeling verwechselt. Der Unterschied liegt in der Zusammensetzung: Ein Milchsäurepeeling enthält Milchsäure als einzige Säure, während beim Milk Peel drei Wirkstoffe zusammenarbeiten. Dadurch lassen sich in einer Sitzung mehrere Hautveränderungen gleichzeitig behandeln.

Wir setzen auf Peelings von Skin Tech

Skin Tech ist auf professionelle chemische Peelings und begleitende Hautpflege für die ästhetische Medizin und Dermatologie spezialisiert. Die Marke verfügt über langjährige Erfahrung auf diesem Gebiet und bietet unterschiedliche Peeling-Systeme für verschiedene Hautbilder und Behandlungstiefen an.

Bei der Behandlung kommen professionell entwickelte Peeling-Lösungen zum Einsatz, deren Anwendung gezielt auf Hautzustand und gewünschtes Behandlungsziel abgestimmt wird. So lassen sich Intensität und Ablauf der Behandlung kontrolliert planen und individuell an die Haut anpassen.

Ein weiterer Punkt ist die Freigabe für sämtliche Hauttypen von sehr hell bis dunkel. Gerade bei dunkleren Hauttypen besteht bei Säurebehandlungen ein erhöhtes Risiko für Pigmentverschiebungen, weshalb längst nicht jedes Peeling infrage kommt.

Neben dem Milch Peeling arbeiten wir in unserer Klinik für Plastische und Ästhetische Chirurgie in Weert mit weiteren Peelings Skin Tech. So lässt sich die Behandlung wechseln oder kombinieren, wenn sich Ihr Hautbild verändert oder ein tieferes Verfahren sinnvoller wird.

Welche Wirkstoffe enthält das Milch Peeling?

Für chemische Peelings kommen zwei Gruppen von Säuren infrage, die sich in ihrer Löslichkeit unterscheiden. Alphahydroxysäuren, kurz AHA, sind wasserlöslich und wirken deshalb auf der Hautoberfläche. Zu ihnen gehören die Fruchtsäuren, die z. B. aus Obst, Milch oder Zuckerrohr gewonnen werden. Betahydroxysäuren, kurz BHA, sind dagegen fettlöslich und gelangen dadurch auch in die mit Talg gefüllten Poren.

Im Milk Peel sind beide Gruppen vertreten: zwei Fruchtsäuren aus der AHA-Gruppe und eine Betahydroxysäure.

Glykolsäure (AHA)

Unter allen Fruchtsäuren besitzt sie das kleinste Molekül und dringt deshalb am gleichmäßigsten in die Hornschicht ein. Dort schwächt sie die Verbindungen zwischen den abgestorbenen Zellen, sodass sich Verhornungen lösen und die Hautoberfläche glatter wird.

Milchsäure (AHA)

Ihr Molekül ist größer als das der Glykolsäure, weshalb sie langsamer und schonender wirkt. Ihre Aufgabe liegt darin, die kräftigere Glykolsäure abzupuffern und Feuchtigkeit in der Hornschicht zu binden. Milchsäure beugt so dem Austrocknen vor, das bei Säurebehandlungen auftreten kann.

Salicylsäure (BHA)

Als fettlösliche Säure gelangt sie in die Poren und löst dort Talg und Zellreste, die zu Mitessern und Pickeln führen können. Gleichzeitig wirkt sie entzündungshemmend und kann gereizte Hautstellen beruhigen.

Ergänzt wird die Behandlung durch einen Reinigungsschaum mit Glykolsäure, der die Haut vor dem Auftragen der Peelinglösung vorbereitet. Die Kombination der drei Säuren erklärt, weshalb ein Milch Peeling sowohl auf die Hautstruktur als auch auf Unreinheiten wirken kann.

Bei welchen Hautveränderungen kommt ein Milch Peeling infrage?

Vorgesehen ist die Behandlung vor allem für Veränderungen der oberen Hautschichten. Dazu gehören:

  • leichte Akne und unreine Haut
  • Keratosis pilaris (umgangssprachlich Reibeisenhaut)
  • oberflächliche Pigment- und Altersflecken
  • ein fahler, unebenmäßiger Teint
  • grobe Poren
  • feine Linien und beginnende Hautalterung

Behandeln lassen sich neben dem Gesicht auch Hals, Dekolleté, Rücken und Hände. Wir setzen ein Milch Peeling oft auch als Vorbereitung auf andere hautverbessernde Behandlungen ein, da es die Haut an den Umgang mit Säuren gewöhnt.

Ob die Behandlung für Ihre Haut geeignet ist, klären wir vorab im Beratungsgespräch. Bei ausgeprägten Pigmentflecken, deutlichen Sonnenschäden oder tieferen Falten kann eine andere Behandlung sinnvoller sein.

Wie läuft die Behandlung ab?

Am Anfang steht die Untersuchung Ihrer Haut. Wir beurteilen Ihren Hautzustand, besprechen mit Ihnen Ihre Wünsche und wählen anschließend das passende Peeling sowie die Anzahl der Sitzungen aus. Dann vereinbaren wir die Termine.

Die eigentliche Behandlung umfasst vier Schritte:
  1. Reinigung des Gesichts mit dem Reinigungsschaum, um Make-up, Talg und Verunreinigungen zu entfernen
  2. Gleichmäßiges Auftragen der Peelinglösung mit einem Pinsel
  3. Einwirkzeit von drei bis fünf Minuten, in der ein leichtes Kribbeln oder Wärmegefühl auftreten kann
  4. Abspülen mit Wasser und abschließende Pflege mit einem feuchtigkeitsspendenden Serum

Die Wirkzeit des Peelings selbst ist kurz. Den größeren Teil des Termins nehmen Vorbereitung und Nachsorge in Anspruch: die gründliche Reinigung, das schichtweise Auftragen und die abschließende Pflege. Insgesamt sollten Sie rund eine halbe Stunde einplanen.

Warum wirkt ein Milch Peeling sanft und dennoch effektiv?

Erklären lässt sich das mit dem Zusammenspiel der drei Säuren. Jede von ihnen greift an einer anderen Stelle an – an der Hornschicht, an der Feuchtigkeitsbindung und in den Poren. Dadurch kann die einzelne Konzentration niedrig bleiben. Eine einzelne Säure müsste für dasselbe Ergebnis höher dosiert werden und würde die Haut entsprechend stärker belasten.

Sichtbar ist nach der Behandlung meist nur eine leichte Rötung, die sich innerhalb weniger Stunden zurückbildet. Eine deutliche Schuppung tritt selten auf. Manche Personen bemerken für einen bis zwei Tage feine Schüppchen. Eine reichhaltige Creme (z. B. von Care by Acura) mildert sie. Make-up lässt sich bei Bedarf trotzdem auftragen.

Weil sich der Termin dadurch in den Alltag einfügen lässt, spricht man bei einem solchen Peeling auch von einem „Lunch Peel“. Sie können die Klinik direkt nach der Behandlung verlassen und Ihren gewohnten Tätigkeiten nachgehen.

Darauf sollten Sie vor und nach dem Milch Peeling achten

Eine gut vorbereitete Haut verträgt die Behandlung besser. Wir empfehlen daher, bereits in den Wochen vor dem Termin geeignete Pflegeprodukte zu verwenden, damit sich die Haut an Fruchtsäuren gewöhnt. Welche Produkte dafür infrage kommen, erfahren Sie in der Beratung.

Vor dem Termin gilt:
  • Verzichten Sie in der Woche davor auf Waxing, Epilieren und Enthaarungscremes im Behandlungsbereich.
  • Pausieren Sie reizende Pflegeprodukte und stark exfolierende Behandlungen.
Nach der Behandlung steht der Schutz der Haut im Vordergrund:
  • Reinigen Sie die Haut morgens und abends mild und cremen Sie sie anschließend ein.
  • Tragen Sie im ersten Monat täglich einen Sonnenschutz mit Lichtschutzfaktor 50 (z. B. Sun Protect von Care by Acura) auf.
  • Meiden Sie Solarium und intensive Sonneneinstrahlung, bis sich die Haut vollständig erholt hat.
  • Verwenden Sie Retinol erst ein bis drei Monate nach der Behandlung wieder.
Wann ist der beste Zeitpunkt für ein Milch Peeling?

Traditionell gelten Herbst und Winter als Peeling-Saison. Der Grund liegt in der UV-Strahlung: Nach der Behandlung reagiert die Haut empfindlicher auf Licht und bei niedrigen Strahlungswerten fällt der Schutz leichter.

Hinzu kommt die Planung: Eine Behandlungs-Serie zieht sich über mehrere Wochen, in denen Ihre Haut wenig Sonne abbekommen sollte. In der dunklen Jahreszeit lässt sich ein solcher Zeitraum leichter freihalten als im Sommer.

Ausgeschlossen ist ein Milch Peeling im Sommer deshalb jedoch nicht. Als oberflächliches Verfahren löst es nur die obersten Hornzellen. Mit täglichem Sonnenschutz mit LSF 50 lässt sich die Behandlung grundsätzlich auch in den hellen Monaten durchführen. Verzichten sollten Sie allerdings auf Sonnenbäder, ausgedehnte Mittagssonne und das Solarium, solange sich Ihre Haut erholt.

Wer auf einen bestimmten Anlass hinarbeitet, sollte genügend Vorlauf einplanen. Die letzte Sitzung legen Sie idealerweise ein bis zwei Wochen vor den Termin, damit sich die Haut vollständig beruhigen kann.

Wie viele Behandlungen sind notwendig?

Sinnvoll sind drei bis vier Anwendungen im Abstand von jeweils zwei Wochen, abhängig vom Hautbild und vom gewünschten Ergebnis.

Ein frischerer Teint zeigt sich häufig bereits nach der ersten Behandlung. Veränderungen der Hautstruktur und eine Verbesserung von Unreinheiten entwickeln sich dagegen über die gesamte Serie.

Zur Erhaltung des Ergebnisses ist eine Auffrischung zwei- bis dreimal im Jahr möglich.

Welche Risiken bestehen und wann ist ein Milch Peeling nicht möglich?

Chemische Peelings gelten als sichere Behandlung, bei der Komplikationen selten auftreten – solange Sie sie bei erfahrenen Hauttherapeutinnen und Hauttherapeuten wie bei uns in der Acuraklinik durchführen lassen. Möglich sind vorübergehende Pigmentveränderungen im behandelten Bereich. Dieses Risiko lässt sich durch konsequenten Sonnenschutz deutlich verringern. Auftretende Veränderungen bilden sich meist von selbst zurück.

Nicht durchführen können wir die Behandlung in folgenden Fällen:
  • aktive Herpesinfektion im Behandlungsbereich
  • offene Wunden oder andere aktive Infektionen der Haut
  • verdicktes Narbengewebe
  • sehr dünne Hornschicht
  • Schwangerschaft und Stillzeit
  • Einnahme bestimmter Medikamente gegen Akne

Informieren Sie uns daher im Beratungsgespräch über Vorerkrankungen, Hautbehandlungen der vergangenen Wochen und Medikamente, die Sie einnehmen.

Milch Peeling in Weert: Lassen Sie Ihre Haut beurteilen

Wenn Sie über ein chemisches Peeling nachdenken, beraten wir Sie gerne persönlich bei Acura in Weert. Unsere Klinik in den Niederlanden liegt rund 80 Kilometer von Düsseldorf entfernt und ist insbesondere aus Nordrhein-Westfalen und dem Ruhrgebiet gut erreichbar. Beratung, Behandlung und Nachsorge erfolgen auf Deutsch. Für das Erstgespräch erheben wir eine Beratungsgebühr von 30 Euro, die bei einer Behandlung vollständig angerechnet wird.

Vereinbaren Sie gerne einen Termin und lassen Sie sich zu den Möglichkeiten eines chemischen Peelings beraten!

© busra | stock.adobe.com

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